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16. II

 

Une attente pleine de joie

et le doux réconfort d’une amie

m’ont frappé du mal d’amour.

S’il doit se dissiper en moi dans la joie,

je ne serai délivré

que si sa personne si adorable

exauce mes désirs,

elle qui me rend indifférente toutes les autres femmes,

à ceci près qu’il me faut par égard pour elle leur rendre honneur.

Vraiment, je ne désire d’aucune d’elles autre salaire que leur salut.

 

« Il est un homme sans nulle fausseté et paré de hautes qualités

qui peut aisément en tout bien et tout honneur

exiger à jamais de moi ce qu’il veut.

Sa constance me procure de la joie,

car je me suis consacrée à lui de mon mieux.

Cela vient d’une vive inclination.

Grâce à lui, je dois le reconnaître,

j’ai connu un grand bonheur de femme.

Ce bonheur nous échoit à tous les deux en partage.

C’est grâce à ses hautes qualités qu’il a gagné la première place dans mon

     cœur. »

 

Une femme a rendu ma joie

durable et elle m’a pour de bonnes raisons

rempli de félicité tout le temps que je vivrai.

Je recherche ses bonnes grâces :

si j’obtiens un délicieux réconfort,

on peut bien le nommer le cadeau d’un ami.

J’ai connu le bonheur d’un homme

quand elle a reconnu en toute sincérité

que je devais être proche de son cœur.

Aussi  ne doit-on pas s’étonner, si le mien est maintenant délivré de tout souci.

 

Traduit du moyen-haut allemand par

Danielle Buschinger, Marie-Renée Diot et Wolfgang Spiewok

In, « Poésie d’amour du Moyen Age allemand »

Union Générale d’Editions (10/18), 1993

Du même auteur : « Quand les fleurs... » / « Sô die bluomen ... » (15/09/2019)

 

16. II

Mich hât ein wünneclîcher wân

und ouch ein lieber friundes trôst

in senelîchen kumber brâht :

sol der mit fröide an mir zergân,

so enwirde ichs anders niht erlôst,

ezn kome als ich mirz hân gedâht

umb ir vil minneclîchen lîp,

diu mir enfremedet alliu wip,

wan daz ichs dur si êren muoz,

jo enger ich anders lônes niht

von ir dekeiner, wan ir gruoz.

 

Mit valschelôser güete lebt

ein man der mir wol iemer mac

gebieten swaz er ête wil.

sîn staete mir mit fröide gebt,

wan ich ouch sîn vil schône pflac :

daz kumt von grôzer liebe vil.

mir ist an ime, des muoz ich jehen,

ein schoenez wîbes heil geschehen.

diu saelde wirt uns beiden schîn.

sin tugent hât ime die besten stat

erworben in dem herzen min.

 

Die mîne fröide hât ein wîp

gemachet staete und mich erlôst

von schulden al die wîle ich lebe.

genâde suoch ich an ir lîp :

enpfâhe ich wünneclîchen trôst,

der mac wol heizen friundes gebe.

ein mannes heil mir dâ geschach,

dâ si mit rehten triuwen jach,

ich müese ir herzen nâhe sîn.

sus darf es nieman wunder nemen,

ob âne sorge lebt daz mîn.

 

Des Minnesangs Frühling.I

Nouvelle édition revue par H.Moser et H. Tervooren.

37ème édition, Stuggart, 1982

Poème précédent en moyen haut – allemand :

Heinrich Von Morungen: « Il arrive qu’un homme... » / Von del elben wirt entsehen (11/04/2020)