Walther_von_der_Vogelweide_1_

 

16.XVI

 

Quand les fleurs percent le gazon

comme si elles riaient aux rayons changeants du soleil,

à l’aube d’un matin de mai,

quand les petits oiseaux chantent si joliment

le plus bel air qu’ils savent,

quel ravissement peut se comparer à celui-là ?

N’est-ce pas déjà à moitié le paradis ?

S’il faut dire ce qu’on peut lui comparer,

je vous dirai ce qui souvent

a bien plus ravi mes yeux

et les ravirait encore si je pouvais le voir.

 

Là où une noble dame, belle et sans reproche,

bien vêtue et bien coiffée,

va trouver, pour se distraire, une nombreuse assemblée,

l’âme fière et joyeuse, comme il sied à une courtoise dame, accompagnée,

jetant de temps à autre un bref regard autour d’elle,

pareille au soleil éclipsant les étoiles –

Mai a beau nous apporter toutes ses merveilles,

qu’y a-t-il parmi elles d’aussi délicieux

que sa gracieuse beauté ?

Nous oublions les fleurs

et contemplons avec émerveillement la dame de haute valeur.

 

Eh bien ! voulez-vous voir où est le vrai :

allons à la fête de mai !

Il est venu maintenant dans toute sa splendeur.

Regardez -le et regardez de belles dames,

et dites lequel des deux l’emportes sur l’autre

et si c’est moi qui ai pris la meilleure décision.

Hélas ! si on me donnait à choisir

et qu’il me faille renoncer à l’un des deux pour l’autre,

comme j’aurai vite fait de me décider :

Messire Mai, j’aimerai mieux que vous fussiez Mars,

plutôt que de perdre ma dame.

 

 

Traduit du moyen-haut allemand par

Danielle Buschinger, Marie-Renée Diot et Wolfgang Spiewok

In, « Poésie d’amour du Moyen Age allemand »

Union Générale d’Editions (10/18), 1993

 

Sô die bluomen ûz dem grase dringent,

same si lachen gegen der spilden sunnen,

in einem meien an dem morgen fruo,

und diu kleinen vogellîn wol singent

in ir besten wîse die si kunnen,

waz wünne mac sich dâ gelîchen zuo?

ez ist wol halb ein himelrîche.

suln wir sprechen waz sich deme gelîche,

sô sage ich waz dicke baz

in mînen ougen hât getân,

und taete ouch noch, gesaehe  ich daz.

 

Swâ ein edeliu schoene frowe reine,

wol gekleidet unde wol gebunden,

dur kurzewîle zuo vil liuten gât,

hovelîchen hôhgemuot, niht eine,

umbe sehende ein wênic under stunden,

alsam der sunne gegen den sternen stât, -

der meie bringe uns al sîn wunder,

waz ist dâ sô wünneclîches under,

als ir vil minneclîcher lîp?

wir lâzen alle bluomen stân,

und kapfen an daz werde wîp.

 

Nû wol dan, welt ir die wârheit schouwen!

gên wir zuo des meien hôhgezîte !

der ist mir aller sîner krefte komen.

seht an in und seht an schoene frouwen,

wederz dâ daz ander überstrîte :

daz bezzer spil, ob ich daz hân genomen.

owê der mich dâ welen hieze,

deich daz eine dur daz ander lieze,

wie rente schiere ich danne kür !

hêr Meie, ir müeset merze sin,

ê ich min frowen dâ verlür.

 

Des Minnesangs Frühling.I

Nouvelle édition revue par H.Moser et H. Tervooren.

37ème édition, Stuggart, 1982

Poème précédent en moyen haut -allemand :

Heinrich Von Morungen : « Jamais, saisi d’une telle allégresse... » / « In sô hôher swebender wunne...» (11/04/2019)