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12.IV

 

Je crois qu’il n’y a personne qui pleure sur mon chagrin,

que je suis tout seul à porter,

si ce n’est la très noble dame, que j’aime loyalement,

si elle perçoit ma plainte.

Hélas ! pourquoi me comporter ainsi ?  Je suis de tout mon cœur

si totalement absorbé dans mes pensées pour elle que je ne voudrais pas

échanger un royaume contre son amour,

même si je pouvais en décider et le choisir moi-même.

 

Qui ne me permet pas de l’aimer en secret,

voyez, il a tort.

Quand je suis seul, elle rayonne devant mes yeux.

Alors il me semble

que, là-bas, passant au travers du mur, elle vient à moi.

Ses propos réconfortants ne me permettent pas d’être triste.

Quand elle le veut, elle m’emmène loin d’ici

par la fenêtre, haut par-dessus les créneaux.

 

Je crois que la femme que j’aime est une altière Vénus,

tant elle a de pouvoir.

Elle me ravit ma joie et toute ma raison.

Quand cela lui plait,

elle m’apparaît à une fenêtre

et me regarde radieuse comme l’éclat du soleil :

mais dès que je veux la contempler,

las ! elle s’en va là-bas rejoindre d’autres dames.

 

Quant pour la première fois elle fit naître une joyeuse exaltation

dans mon coeur,

le messager était ses hautes qualités, que j’ai bien reconnues,

Et, apparition resplendissante, elle

me regarda aimablement de ses yeux étincelants,

sa bouche vermeille se mit furtivement à sourire.

Tout aussitôt s’alluma en moi un sentiment délicieux

si bien que mon cœur s’éleva aussi haut que le soleil.

 

Ah ! que dis-je ? Pour vrai, ma foi est infâme,

elle est impie.

Pourquoi ne lui demandé-je pas de m’emmener d’ici ?

Ce que je viens de dire n’était pas proféré sérieusement.

Je fais comme le cygne qui chante quand il va mourir.

Qu’en serait-il si mon chant obtenait cela encore :

que là où on parle de mes tourments amoureux

on m’envie ma souffrance ?

 

Traduit du moyen-haut allemand par

Danielle Buschinger, Marie-Renée Diot

Et Wolfgang Spiewok

In, « Poésie d’amour du Moyen Age allemand »

Union Générale d’Editions (10/18), 1993

Du même auteur :

« Des regards douloureux... » / « Leitlîche blicke... » (11/04/2018)

« Jamais, saisi d’une telle allégresse... » / « In sô hôher swebender wunne ... » (11/04/2019)

« Il arrive qu’un homme... » / « Von del elben wirt entsehen... »  (11/04/2020)

« Las !... » / « Owê,.. » (11/04/2021)

 

12.IV

 

Ich waene, nieman lebe, der mînen kumber weine,

den ich eine trage,

ez entuo diu guote, die ich mit triuwen meine,

vernimt si mîne klage.

Wê, wie tuon ich sô, daz ich sô herzeclîche

bin an sî verdâht, daz ich ein künicrîche

vü rir minne niht ennemen wolde,

o bich teilen unde wéln sólde ?

 

Swer mir des verban, obe ich si minne tougen,

seht, der sündet sich.

swen ich eine bin, si schînt mir vor den ougen.

sô bedunket mich.

Wie si gê dort her ze mir aldur die mûren.

ir rede und ir trôst enlâzent mich niht trûren.

swenne si wil, sô vüeret sî mich hinnen

zeinem venster hôh al über die zinnen.

 

Ich waene, si ist ein Vênus hêre, die ich dâ minne,

wan si kan sô vil,

si benimt mir beide vröide und al die sinne.

swenne sô si wil,

Sô  gêt sî dort her zuo einem vensterlîne

unde siht mich an reht als der sunnen schîne.

swánne ich sî danne gerne wolde schouwen,

ach, sô gêt si dort zuo andern vrouwen.

 

Dô si mir alrêrst ein hôchgemüete sande

in daz herze mîn,

des was bote ir güete, die ich wol erkande,

und ir liehter schîn

Sach mich güetlîch an mit ir spilnden ougen,

lachen sî began üz rôtem munde tougen.

sâ zehant enzunte sich mîn wunne,

daz mîn muot stêt hôhe sam diu sunne.

 

Wê, waz rede ich ? jâ ist mîn geloube boese

und ist wider got.

wan bite ich in des, daz er mich hinnen loese ?

ez was ê mîn spot.

Ich tuon sam der swan, der singet, swenne er stirbet.

waz ob mir mîn sanc daz lîhte noch erwirbet,

swâ man mînen kumber sagt ze maere,

daz man mir erbunne mîner swaere ?

 

Poème précédent en moyen haut-allemand :

Tannhäuser : « L’hiver est fini... » / « Der winter ist zergangen... » (10/11/2021)

 Poème suivant en moyen haut-allemand :

Walther von Der Vogelweide : « Le monde resplendissait de vives couleurs... » / « Diu welt was gelf... » (15/09/2022)