Codex_Manesse_076v_Heinrich_von_Morungen_1_

 

12.I

 

Des regards douloureux et une profonde douleur

ont presque ruiné mon cœur et ma vie.

Ma vieille détresse, je l’exhalerais de nouveau

si je ne craignais pas la colère des moqueurs.

Mais si je chante pour celle qui me ravissait naguère,

que personne par Dieu ne mette en doute ma loyauté,

car je suis né pour chanter.

 

Plus d’un dira : « Or voyez comme il chante !

S’il souffrait, il se comporterait autrement. »

Celui-là ne peut savoir quel mal me tourmente.

Maintenant je fais ce que j’ai toujours fait.

En me lamentant dans mon malheur

je l’ai trop peu honorée.

Tel est le tourment qui me pousse à chanter.

La douleur ne vaut rien là où les gens veulent se réjouir.

 

Elle qui est la joie de mon cœur et la perle

de toutes les femmes que j’ai jamais aperçues,

elle est belle, plus belle, la plus belle des plus belles,

ma dame : cela, à ce que j’ai entendu dire, on le lui accorde.

Le monde entier doit la regarder avec joie, car elle est belle.

Il serait temps, maintenant, Madame, de m’accorder ma récompense.

Sinon mes éloges sont ceux d’un insensé.

 

Quand je me tiens devant elle et contemple l’extraordinaire beauté

que Dieu a crée en elle,

alors j’ai tant de choses à regarder en particulier

que j’aimerais rester là toujours.

Ah ! c’est avec une profonde tristesse que je dois la quitter.

Un nuage sombre s’interpose

si bien que je ne puis plus rien voir de son éclat.

 

Traduit du moyen-haut allemand par

Danielle Buschinger, Marie-Renée Diot

Et Wolfgang Spiewok

In, « Poésie d’amour du Moyen Age allemand »

Union Générale d’Editions (10/18), 1993

 

12.I

Leitlîche blicke unde grôzliche riuwe

hânt mir daz herze un den lîp nâch verlorn.

mîn alte nôt  die klagte ich vür niuwe,

wan daz ich vürhte der schimpfaere zorn.

Singe aber ich dur die, diu mich wrövet  hie bevorn,

sô velsche dur got nieman mîne triuwe,

wan ich dur sanc bin ze welte geborn.

 

Maniger der sprichet : ,, nu sehent, wie der singet!

waere ime iht leit, er taete anders danne sô.”

der mach niht wizzen, waz mich leides twinget.

nu tuon aber ich rehte, als ich tet aldô.

Dô ich in leide stuont, dô huop sî mich gar unhô.

diz ist ein nôt, diu mich sanges betwinget.

sorge ist unwert, dâ die liute sint vrô.

 

Diu mines herzen ein wunne und ein krôn ist

vor allen vrowen, die ich noch hân gesehen,

schoene unde schoene, diu liebe aller schônist

ist sî, mîn vrowe ; des hoere ich ir jehen.

Al diu welte si sol durch ir schoene gerne sehen.

noch waere zît, daz du mir, vrowe, lônist.

ich kan mit lobe anders tôrheit verjehen.

 

Stên ich vor it unde schouwe daz wunder,

daz got mit schoene an ir lîp hât getân,

sô ist des sô vil, daz ich sihe dâ besunder,

daz ich vil gerne wolt iemer dâ stân.

Owê, sô muoz ich vil trûric scheiden dan,

sô kumt ein wolken sô trüebez  dat under,

daz ich des schînen von ir niht enhân.

 

Des Minnesangs Frühling.I

Nouvelle édition revue par H.Moser et H. Tervooren.

37ème édition, Stuggart, 1982

Poème précédent en moyen haut -allemand :

Dietmar von Aist : « En haut sur un tilleul… » / « Ûf der linden obene… » (24/10/2017)